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Ich bin mal kurz weg - Tourenfahren
Das Radwegenetz in der Steiermark
Die Steiermark wird von einer vielzahl markierter Radweg durchzogen, wie Adern ist beinahe die gesamte Steiermark verkehrsarm zu beradln. Der Link öffnet 4,2 MB, dauert daher ein wenig.
Österreichs Landschaft bietet zum Radfahren einfach alles was das Radlerherz begehrt. Der unterlegte Link führt zu einer super Seite, welche viele Routen in ganz Österreich und darüberinhaus beschreibt.
Die Tour de Mur - Der Murradwandertag
Vom Ursprung der Mur im salzburgischen Lungau begleitet man die noch junge rauschende Mur durch die grüne Steiermark bis ins flache Slowenien, wo die Mur bereits zu einem stolzen Fluss angewachsen ist und in die Drau mündet.
Vom südtirolerischen Toblach, der Wasserscheide Adria/Schwarzes Meer bis ins slowenische Marburg führt dieser wunderschöne Radweg. Auf der Strecke liegt so manche schöne Stadt, noch wunderschönere Burg, noch herrlichere Berge und noch traumhaftere Seen. Die für ihre Gastfreundschaft bekannten Kärntner mit ihren kulinarischen Schmankerln verlocken ebenfalls zu dieser Tour. Start in rund 1100 m Seehöhe führt die Strecke über 366 Kilometer nach Marburg, welches bereits unter 300 m Seehöhe liegt. Bei Hochdruckwetter dürfen Sie aber im Sommer mit relativer Sicherheit auf Gegenwind vertrauen.
Der Radweg mit "Rückenwindgarantie" ;-). Der wohl berühmteste und meistbefahrene Radweg Österreichs. Von Passau über Linz durch die wunderschöne Wachau bis nach Wien und noch weiter. Die vielbesungene Donau und ihre umliegenden Landschaften sind vielfältig. Als besonderes Zuckerl bietet dieser Radweg mit Start in Passau beinahe Rückenwindgarantie.
Wer schon in der Schweiz auf dem Majolapass starten möchte, der hat die Möglichkeit dem Inn zu folgen und gute 600 Kilometer später in Passau anzukommen, wer dann noch nicht genug hat, fährt einfach den Donauradweg weiter. Servus Bayern.
Der Link führt zu einer hervorragenden deutschen Datenbank, ja da bräuchte man nur mehr
eines, Zeit viel Zeit um alles zu beradeln.
EuroVelo - jetzt aber wirklich die ganz langen Touren
Für diese Touren solltest Dir schon mal mehrer Wochen, wenn nicht Monate vornehmen.
Routen mit Persönlichkeitsveränderungsgarantie.
Goldene Regeln fürs Tourenfahren
Nehmen Sie sich nicht zuviel vor.
Passen Sie die Distanz dem
schwächsten Teilnehmer an.
Planen Sie die Tour.
Gibt es alternative Routen bei
Schlechtwetter? Gibt es Tunnel?
Berücksichtigen Sie Rückfahr-
möglichkeiten, nicht in jedem Zug werden Fahrräder mitgenommen.
Wo gibt es Sehenwertes?
Vom Wasserfall, über historische Bauten, bis hin zum Einkaufscenter.
Welche lokale kulinarische Schmankerl gibt es auf der Route?
Wo kann ich mich stärken? Gibt es Gasthöfe auf der Route? Bei flotterem Tempo verbrennen Sie gut 500 bis 600 Kalorien pro Stunde, da dürfen Sie sich unterwegs und nach der Etappe richtig satt essen!
Essen Sie unterwegs nur leichte Kost, keine Experimente auf der Tour, essen Sie nur Dinge, die Sie ansonsten im Training auch vertragen!
Essen Sie vorzugsweise am Morgen Eiweiss und während bzw. nach der Tour Kohlehydrate.
Regelmäßiges Trinken
ist beim Radln wichtig, Faustregel je nach Anstrengung 0,5 bis 0,75 Liter pro Stunde.
In der Vorbereitung ist bereits zu klären ob sich alle selbst versorgen müssen oder ob teile der Versorgung organisiert werden.
Achten Sie auf hochwertige Bekleidung, Funktionswäsche schützt vor Verkühlungen.
Regenschutz sollte immer dabei sein.
Sollten Sie höhere Pässe überqueren müssen, auch auf ausreichend warme Wäsche achten. Im Extremfall sind sogar Überschuhe, Winterhose, Wintertrikots und Handschuhe eforderlich! Alles natürlich möglichst wasserdicht (Wenn Sie nicht alles haben oder mitführen wollen, kaufen Sie sich grosse Müllsäckeund Klebeband, damit können Sie sich vom Regenponscho bis zur Windelhose so ziemlich alles basteln - und hält super trocken).
Wenn Sie alleine oder zu zweit unterwegs sind, planen Sie die Unterkünfte nicht vor. Suchen Sie sich ab 15 Uhr eine Unterkunft, glauben Sie mir, der Erlebniswert ist immens!
Wenn Sie mit einer grösseren Gruppe unterwegs sind, kommen Sie um eine Vorausbuchung nicht herum, Sie könnten ansonsten vor unlösbaren Aufgaben und zornigen Tourmit-
gliedern stehen, das macht keine gute Stimmung ;-).
Bei grösseren Gruppen macht es Sinn nicht bei jedem Essen eine Tafel bei Tisch bilden zu wollen, setzen Sie sich so hin, wie es die Tische vorsehen.Das erleichtert die Abrechnung ungemein. Vor allem in unseren südlicheren Nachbarländeren wird man Dir danken.
Nimm Pumpe, 2Reserveschläuche und etwas Werkzeug mit, damit Du es wenigstens bis zur nächsten Werkstatt oder Tankstelle schaffst. Vertraue nur auf Technik, die Du auch beherrschst! Patrone statt Pumpe, klingt gut, nur die meisten Radler können es nicht!!
Informiere Dich über die gesetzlichen Rahmenbedingungen. Wie müssen die Fahrräder ausgestattet sein? Wo darf und wo muss ich fahren? Wann und wieviele Radfahrer muss eine Gruppe haben, damit Du in Doppelreihe fahren darfst? Wie fahre ich einzeln oder in der Gruppe in einen Kreisverkehr? U.s.w. In beinahe jedem Land gibt es eigene Vorschriften. Informieren schützt vor unliebsamen Überraschungen, nicht in jedem Land ist die Polizei dein Freund und Helfer, da gibts oft deftige Strafen!
Nehmen Sie etwas Verbandszeug und Klebepflaster mit, ein Ausrutscher kann immer passieren.
In der Gruppe sollte immer zumindest ein Mobiltelefon dabei sein. Für alle Fälle.
Der Gruppenleiter sollte auch gutes Kartenmaterial dabei haben, und sich im vorhinein bereits informiert haben wo es lang geht, Sie glauben gar nicht wie enorm die Gruppendynamik sein kann, die fahren dann auch mal 20 Kilometer in die falsche Richtung.
Helm zu tragen ist Pflicht! Für alle auch bei langsamen und gemütlichen Ausfahrten!
Radhandschuhe gehören auch zur Sicherheitsausstattung, wer mal ausgerutscht ist, weiss wie unangenehm Rollsplitt sein kann.
Wenn Sie eine Gruppe mit neuen Teilnehmern bilden, informieren Sie die Gruppe wie zu fahren ist.
Informieren Sie vor dem Start alle Mitglieder über die geplante Streckenführung und geplanten Stops.
Fahren Sie lieber 2 km/h langsamer als es Ihnen möglich wäre, sie kommen nicht viel später ins Ziel und fühlen sich dafür pudelwohl.
Starke Fahrer dürfen ruhig länger im Wind, also in der 1. Reihe fahren, dann haben die schwächeren auch ein Chance zeitgleich ins Ziel zu kommen. Warten Sie ausserdem auf Passhöhen bis alle da sind, in Summe sind Sie damit wesentlich schneller im Ziel, als wenn langsam abgefahren wird und man dann ewig dahinpummelt bis die letzten Radler da sind. Es hat sich herausgestellt, dass es besser ist, wenn sich die an der Spitze fahrenden Radler an ihrem Puls, anstelle des Tachometers für eine gleichmäßige Fahrt orientieren.
Bei grösseren Gruppen sollten immer 2 annähernd gleich starke Radfahrer füreinander verantwortlich sein. So kann es nie passieren, dass einer alleine "verloren" geht, ;-) soll ja schon mal passiert sein. Enorm wichtig natürlich auch in Bezug auf allfällige Stürze und Verletzungen.
So vorbereitet sollte einer Traumtour nichts mehr im Wege stehen.
Viel Spass - und wenn Du deine Erfahrungen mitteilen möchtest, schreib einen Bericht und schick uns diesen mit einigen Fotos. Siehe Kontakt.